Die Glühbirne: Ein gläsener Lichtspender kurz vor dem Aussterben

Glühbirne
Glühbirne © buckey by stock.xchng

Eine Glühbirne ist ein mit Glühfäden gefüllter Glaskörper, welcher sich durch elektrischen Strom aufheizt und zu glühen beginnt.

Wer der Erfinder der Glühlampe ist, ist bis heute nicht abschließend geklärt. 1879 wurde die erste voll funktionstüchtige Glühbirne von dem amerikanischen Forscher Thomas Alvar Edison öffentlich vorgeführt und 1980 zum Patent angemeldet.

Der Aufbau einer Glühbirne

Eine Glühbirne besteht aus einem Glaskolben, einem Befestigungssockel, einem Schutzgas und einem Glühfaden. Der Glaskolben dient der Abschirmung des Glühfadens von der Luft, welcher sonst sofort zu Wolframoxid verbrennen würde, das Schutzgas dient der Herstellung eines Vakuums im Glaskolben, welches die Sublimationsrate reduziert. Die Glühfäden der Vergangenheit bestanden aus Platin, Kohle, Bambus und werden heute aus Drahtwendeln aus Wolfram hergestellt, welche einen Schmelzpunkt von 3.422° C besitzen.

Glühlampen geben ein warmes, rötlich-gelbes Licht ab und werden von nördlichen Ländern bevorzugt. Kaltes Licht, hervorgerufen von den enthaltenen Grün- und Blauanteilen, findet im Mittelmeerraum und den Tropen größere Akzeptanz, weshalb es dort weniger zu einer Ablehnung der Glühsparlampe und ihrem kalten Licht kommt.

Über die Lebensdauer einer Lampe entscheidet die Temperatur des Glühfadens. Je höher diese Temperatur, desto höher zwar die Lichtausbeute, aber umso geringer die Haltbarkeit. Konventionelle Lampen erreichen eine Lebensdauer von durchschnittlich 1.000 Betriebsstunden, Birnen mit höherer Leistung büßen bis zu 95 % ihrer Lebensdauer ein. Die Dimensionierung der Glühbirnen ist ein Kompromiss zwischen Lichtausbeute und Lebensdauer. Grund für einen Defekt an einer Glühlampe ist in der Regel ein durchgebrannter Glühfaden. Dieser ergibt eine Instabilität, die durch einen elektrischen Widerstand und der Höhe der Temperatur begründet ist.

EU-Kommission entschied Verbot für klassische Glühbirnen ab 2016

Klassische Glühlampen haben die Effizienzklassen D, E, F und G. Im Dezember 2008 wurde von der EU-Kommission entschieden, dass es zukünftig eine Verbannung bestimmter Energieeffizienzklassen aus Handel und Haushalt geben wird. Ziel ist die Emissionseinsparung von Kohlendioxid. Das Verbot regelt stufenweise bis 2012 ein Herstellungs- und Verkaufsverbot für Glühbirnen mit einer Energieeffizienz von E und schlechter. Ab 2016 dürfen nur noch Glühbirnen mit den Energieeffizienzklassen A und B vertrieben werden. Die Herstellung und der Vertrieb der Klasse C ist ab dann nur noch für einige wenige Halogenlampen gestattet, für die es noch keinen geeigneten Ersatz gibt. Damit wird die klassische Glühbirne ab 2016 aussterben.