Die Windschutzscheibe

Ist die Windschutzscheibe zerkratzt, sind die Sichtverhältnisse schlecht.

Windschutzscheibe - © Sylvain Raybaud by flickr.com

Die allerersten Automobile hatten gar keine Windschutzscheibe. So waren Fahrer und Beifahrer ungeschützt vor Fahrtwind, Regen, Insekten oder aufgewirbelten Steinen und Staub. Doch schon bald erkannten die Autokonstrukteure den Nutzen einer Windschutzscheibe. Denn sie ist mehr als nur ein Schutz für die Fahrzeuginsassen – sie stabilisiert auch das Fahrzeug und ist somit ein tragendes Teil der Karosserie. Windschutzscheiben werden aus speziellem Sicherheitsglas, dem Verbundglas, hergestellt, das, wenn es kaputt geht, nicht in scharfkantige Stücke zerbricht, wie gewöhnliches Glas.

Was der Windschutzscheibe schaden kann

Obwohl Windschutzscheiben recht robust sind, können sie leider Schaden nehmen. Durch Steinschlag – kleine Steinchen, die von vorausfahrenden Autos oder Lastwagen von der Straße aufgewirbelt werden, kann die Windschutzscheibe beschädigt werden. Es bilden sich dann oft kleine Einschlaglöcher. Die Scheibe ist zwar in der Regel nicht durchschlagen, aber der TÜV bemängelt solche Beschädigungen der Windschutzscheibe vor allem dann, wenn sie im Sichtbereich des Fahrers liegen. Es kann sogar passieren, dass sich solch kleine, oberflächliche Löcher zu Rissen ausbreiten, wenn man zum Beispiel mit dem Auto über eine Straßenunebenheit fährt. Im ungünstigsten Fall reißt dann die ganze Scheibe und muss erneuert werden.
Doch nicht nur durch Steinschlag kann eine Windschutzscheibe Schaden nehmen: Kratzer entstehen häufig durch die unsachgemäße Benutzung von Eiskratzern im Winter. Beschädigte Scheibenwischblätter können selbst mit ihren Gummilippen Kratzer auf die Windschutzscheibe machen. Erneuert man diese nicht, werden die Kratzer mit jedem Benutzen der Wischblätter tiefer. Manchmal gelangen auch Staubkörner unter die Scheibenwischer und schädigen bei jedem Wischvorgang die Windschutzscheibe. Eine zerkratze Windschutzscheibe erschwert, besonders bei Nacht und schlechten Wetterverhältnissen, die Sicht des Fahrers.

Die Windschutzscheibe ausbessern oder ersetzen

Logischerweise ist eine Reparatur der Windschutzscheibe immer günstiger und natürlich auch schneller als ein kompletter Austausch.  Es gibt dafür auf Autoglas spezialisierte Werkstätten. Bei Schäden, wie Steinschlag auf der Fahrerseite übernimmt sogar die Auto-Teilkaskoversicherung die Kosten für eine Reparatur. Muss die gesamte Windschutzscheibe ausgetauscht werden, werden auch diese Kosten teilweise von den Versicherungen getragen. Allerdings steigt dann die Selbstbeteiligung an. Sollte der Schaden nicht von der Versicherung übernommen werden, liegen die Preise für eine Reparatur bei etwa 100 Euro, ein Austausch der Windschutzscheibe kostet, abhängig vom Fahrzeugtyp, in der Regel mehrere Hundert Euro.

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