Glaser in Dresden sind im Spannungsfeld zwischen barocker und moderner Architektur

Die Landeshauptstadt des Freistaates Sachsen ist eine der aufregendsten Metropolen Deutschlands. Knapp 520.000 Einwohner leben in der auch als Elbflorenz bezeichneten wunderschönen City, die Standort einiger der wichtigsten Kulturdenkmäler des Landes ist. Natürlich können nicht alle Sehenswürdigkeiten näher betrachtet werden. Im Mittelpunkt dieses Artikels stehen daher die für das Glaserhandwerk in Dresden relevanten Bauwerke.

Glaserhandwerk in Dresden: die Herausforderung einer modernen Stadt

Dresden ist Heimat der spektakulärsten Beispiele deutscher Architektur und Ingenieurskunst. Sinnbild dafür ist unter anderem der 2006 wiedereröffnete Dresdner Hauptbahnhof. Der Architekt Norman Foster kombinierte dabei die vorhandenen alten Strukturen mit neuen Materialien und Formen. Mit der Erneuerung des Daches in einer extravaganten Konstruktion mit lichtdurchlässigen Teflon-Glasfaser- Geweben erhielt der Hauptbahnhof ein neues modernes Gesicht. Für das Glaserhandwerk in Dresden war besonders die Freilegung der lange mit einem Dachbelag verbauten Glaskuppel über der Empfangshalle von Bedeutung. Nun gelangt durch das Glasdach wieder viel Licht in die vormals düstere Halle.
Ein weiteres Highlight für das Glaserhandwerk in Dresden ist das Kugelhaus, das sich direkt neben dem neugestalteten Bahnhof befindet. Bereits 1928 entstand auf dem heutigen Gelände der VW-Manufaktur, deren Hauptsitz sich in Wolfsburg befindet, ein Vorgängermodell. Mit dem neuen Kugelhaus wird diese Form wieder aufgegriffen. Imposant strahlt die reine Glasfassade – bestehend aus unzähligen Flachglas- Scheiben – in der Dresdner Innenstadt und beeindruckt Gäste aus aller Welt.
Die Gläserne Manufaktur von VW ist ein weiteres Bauwerk, dass sich Liebhaber des Glaserhandwerks nicht entgehen lassen sollten. Kritiker der riesigen Glasfassade sehen darin jedoch einen Bruch zur barocken Skyline der Altstadt. Nichtsdestotrotz lockt die Gläserne Manufaktur jährlich zahlreiche Touristen an.
In diesem Spannungsfeld barocker und moderner Architektur finden Glaser in Dresden interessante Aufgabengebiete.
Neben dem Kugelhaus ist auch der dekonstruktivistische UFA-Kristallpalast ein Hingucker und bildet einen starken Kontrast zu den Plattenbauten in der Umgebung. Dieses Gebäude der Moderne aus der Feder des Architektenbüros Coop Himmelb(l)au besticht durch einen großen Glaskubus. Durch die gläserne Außenhülle – gehalten durch ein Stahlskelett – entsteht der namensgebende kristalline Look des Gebäudes.