Glaser in Duisburg schwanken zwischen traditioneller Glaskunst und modernen Glasfassaden

Duisburg zählt knapp eine halbe Million Einwohner und ist somit eine der größten Städte Nordrhein-Westfalens. Die Stadt ist zusammen mit anderen Städten aus der Region die Europäische Kulturhauptstadt des Jahres 2010. Die Ursprünge der Stadt reichen bis in die Antike zurück: Ausgrabungen zufolge entstanden die ersten Siedlungen auf dem heutigen Stadtgebiet bereits im ersten Jahrhundert nach Christus. Im frühen Mittelalter war Duisburg ein bedeutender Handels- und Messestandort, entwickelte sich aber im Laufe der Zeit zu einer Agrarstadt zurück. Erst mit Beginn der Industrialisierung wuchs Duisburgs wirtschaftliche Bedeutung wieder, als sich die Stadt zu einem wichtigen Industriezentrum entwickelte. Diesen Status hat Duisburg bis heute behalten. Auch das Handwerk spielt eine wichtige Rolle, wie man an den vielen Meisterleistungen der Glaser aus Duisburg erkennen kann.

Traditioneller Glasbau in Duisburg

Die Salvatorkirche ist eine der ältesten Kirchen Duisburgs und zieht als architektonische Meisterleistung jährlich viele Besucher an. Sie wurde im 14. und 15. Jahrhundert im spätgotischen Stil erbaut. Im Zweiten Weltkrieg wurde sie bei den Bombenangriffen der Alliierten schwer beschädigt, allerdings nach Kriegsende innerhalb von 15 Jahren wieder vollständig restauriert.
Freunden der Glaskunst werden vor allem die kunstvoll dekorierten Fenster ins Auge stechen. Die strahlend bunten Fenster aus Bleiglas sorgen im Inneren der Kirche für eine behagliche Atmosphäre.

Moderner Glasbau in Duisburg

Aber auch was modernen Glasbau betrifft, stehen die Glaser aus Duisburg ihren Kollegen aus größeren Städten in Nichts nach. Ein gutes Beispiel hierfür ist ein weiteres Gotteshaus: die Duisburger Synagoge. Sie wurde nach zweijähriger Bauzeit im Jahr 1999 eingeweiht. Sie befindet sich am Innenhafen der Stadt. Ihre Form ist eine Hommage an die alte Synagoge, die in der Reichspogromnacht zerstört wurde. Die einzelnen Teile des Kulturzentrums, also die Synagoge, die Bibliothek und die anderen Räumlichkeiten, werden durch ein großes Glasatrium miteinander verbunden. Die Glasfassaden des Atriums zeugen vom Talent der Glaser in Duisburg.