Glasbläser: Ein Beruf mit Tradition und Zukunft

Glasbläser

Glasbläser stellen filigrane Objekte her © Gitti - pixelio.de

Der Beruf des Glasbläsers ist bereits seit dem ersten Jahrhundert vor Christus bekannt. Seine Ursprünge sind auf den Libanon zurückzuführen. Dort wurden Glasstäbe mittels einer Öllampe und einem Blasebalg erhitzt und zu Schmuck oder Ziergegenständen verarbeitet. Das Handwerk kann auch auf der italienischen Insel Murano eine lange Tradition nachweisen. Das sogenannte Muranoglas ist in der ganzen Welt bekannt.
Heute arbeiten Glasbläser nicht mehr mit Öllampen, sondern mit Gasbrennern. Diese werden entweder mit Druckluft oder Sauerstoff betrieben und können Temperaturen von bis zu 2500°C erzielen.

Unterschiede zwischen Glasbläsern und Glasmachern

Glasbläser fertigen in erster Linie filigrane Produkte mit dünnen Glaswänden an. Der künstlerische Aspekt und der dekorative Wert des Endprodukts stehen dabei im Vordergrund. Allerdings stellen sie auch Thermometer oder Laborgefäße her. Große Labors beschäftigen oft sogar hauseigene Glasbläser. Im Gegensatz dazu sind Glasmacher auf die Anfertigung gröberer Stücke spezialisiert. Die beiden Berufe werden oft miteinander verwechselt.

Ausbildung zum Glasbläser

Der Beruf des Glasbläsers ist in Deutschland ein anerkannter Ausbildungsberuf. Die Ausbildung dauert drei Jahre und findet einerseits in der Berufsschule, andererseits in der Ausbildungs-Glasbläserei statt. Glasbläser müssen sich während ihrer Lehrzeit auf eine bestimmte Fachrichtung spezialisieren. Dabei haben sie die Wahl zwischen Glasgestaltung und der Herstellung von Christbaumschmuck oder Kunstaugen. Unter Kunstaugen versteht man dabei einerseits Augenprothesen aus Glas für den medizinischen Einsatz. Andererseits ist damit aber auch die Herstellung von Augen für Puppen, Teddybären und Stofftiere gemeint. Wer sich auf die Herstellung von Christbaumschmuck spezialisiert, stellt nicht nur die diversen Weihnachtskugeln, Sterne, Engel etc. aus Glas her, sondern lernt auch, diese ansprechend zu verzieren. Zum Tätigkeitsfeld des Glasgestalters zählt neben der Herstellung von verschiedenen Gebrauchs- und Dekorationsgegenständen auch die Herstellung von Glasschmuck.
Solange hochwertiger Christbaumschmuck, Labor- und Medizinbedarf noch nicht maschinell hergestellt werden können, ist das Überleben dieses Handwerks weiter gesichert. Die Ausbildung stellt daher auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten eine gute Wahl dar.

Dieser Beitrag wurde unter Allgemein veröffentlicht. Setzen Sie ein Lesezeichen auf den Permalink.

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>