Glasfaserkabel sind keine Technologie der Zukunft mehr

Die Technologie zur Datenübertragung hat sich in den letzten Jahren ebenso weiterentwickelt wie die Daten selbst. Da die zu übertragenden Datenmengen immer größer wurden, war es notwendig Kabel zu verwenden, die diesen Anforderungen gewachsen waren. Mit der Herstellung der Glasfaserkabel (auch: Lichtwellenleiter) in der Glasindustrie wurde diese Herausforderung gemeistert. Diese Art von Kabeln bestehen aus Glasfasern, die von spezialisierten Glasern aus hochreinem Quarzglas hergestellt werden. Die Glasfasern bilden den Kern des Kabels und sind mit einem Glasmantel umgeben, der in der Fachsprache auch Cladding (engl. Verkleidung) genannt wird. Zusätzlich ist das Kabel mit einer Kunststoffschicht überzogen, das sogenannte Primär Coating, das dafür sorgt, dass die Faser biegsam und robust ist. Ohne diese Verkleidung aus Kunststoff würde das Glas beim Biegen des Kabels zerbrechen.

Verschiedene Glasfaserkabel für jede Umgebung

Glasfaserkabel sind aufgrund verschiedener Konstruktionsarten zu differenzieren. So kann der Mantel des Kabels unterschiedlich aufgebaut sein, um den Anforderungen von verschiedenen Umgebungen gerecht zu werden.
Grundsätzlich kann in vier verschiedene Arten unterschieden werden:

  • Vollader: Bei dieser Art Glasfaserkabel liegt der Kern fest in der Kunststoffhülle. Das Kabel wird dadurch kompakt und flexibel. Ein Nachteil ist jedoch, dass es durch den unmittelbaren Kontakt von Hülle und Faser empfindlich wird gegen Zugbelastung und auch Temperaturschwankungen. Es ist also hauptsächlich für den Innenbereich zu gebrauchen.
  • Hohlader: Hier liegt die Glasfaser ohne zusätzliches Füllmaterial in der Hülle. Da kein direkter Kontakt zwischen Hülle und Faser besteht, können im Gegensatz zur Vollader mögliche Temperaturschwankungen besser ausgeglichen werden. Auch die Zugentlastung verbessert sich.
  • Kompaktader: Ein Glasfaserkabel dieser Bauart ist eine Kombination aus Hohlader und Vollader. Der Lichtwellenleiter liegt in einem Hohlraum, der mit einer Gleitschicht gefüllt ist und kleiner ist als bei der Hohlader.
  • Bündelader gefüllt/ungefüllt: Mehrere Fasern liegen hier in der Hülle, die oftmals mit einem Wasser abweisenden Gel gefüllt ist. Dadurch wird das Glasfaserkabel besonders widerstandsfähig und eignet sich besonders für den Außenbereich.
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