Glasgestaltung mit Glasfusing

Glasfusing

Beim Glasfusing entstehen einzigartige Farbverläufe © Kirstea - flickr

Neben Glasmalerei, Tiffany-Technik oder Glasveredelung gibt es noch andere Möglichkeiten, Kunstwerke aus Glas herzustellen, wie zum Beispiel durch Glasfusing. Dabei werden verschiedenfarbige Glasstücke in einem Brennofen miteinander verschmolzen. Dadurch entstehen solide Glasplatten, die dann in einem weiteren Schmelzvorgang geformt werden.
Glasfusing ist eine sehr alte Technik, die bereits in der Antike entwickelt wurde. Durch das Aufkommen der Glasbläserei geriet die Technik allerdings in Vergessenheit. Heute ist die Verschmelzung von Glasteilen eines der beliebtesten Verfahren in der Glasgestaltung.

Glasfusing: So geht’s

Glasfusing ist eine vergleichsweise aufwendige Variante, Glas zu gestalten. Neben einem geeigneten Brennofen wird Glas in verschiedenen Größen und Formen benötigt. Die besonderen Effekte entstehen zum Beispiel durch den Einsatz von Fritten (kleine Glasstücke), Stingers (Fäden aus Glas), Email-Pulver und Glaskonfetti. Die Verschmelzung der verschiedenfarbigen Glasteile hat den Vorteil, dass die Farben über eine besonders hohe Leuchtkraft verfügen. Außerdem besteht keine Gefahr, dass die Farben im Laufe der Zeit ausbleichen, wie dies zum Beispiel bei der Glasmalerei der Fall ist.
Allerdings muss beim Glasfusing mit verschiedenen Glasarten darauf geachtet werden, dass alle Gläser die gleichen Dehneigenschaften haben. Ansonsten kann es zum Glasbruch kommen. Einige Glashütten verkaufen deshalb Gläser, die speziell für das Glasfusing hergestellt wurden.

Anwendungsbeispiele von Glasfusing

Nachdem die Glasteile wunschgemäß angeordnet wurden, werden sie im Ofen bei circa 800°C gebrannt. In einem zweiten Arbeitsschritt wird die Glasplatte dann geformt und erneut gebrannt. Dafür werden meist spezielle Formen aus Keramik verwendet. Der zweite Brennvorgang erfolgt bei geringerer Hitze und kann bis zu zwölf Stunden dauern. Den Anwendungsmöglichkeiten sind beim Glasfusing keine Grenzen gesetzt und reichen von Fensterbildern oder Türverglasungen bis hin zu Vasen, Schalen, Tellern und sogar Schmuck. Außerdem können Fusinggläser noch weiter bearbeitet werden, zum Beispiel durch Sandstrahlen oder Glasgravuren.

Dieser Beitrag wurde unter Glaskunst veröffentlicht. Setzen Sie ein Lesezeichen auf den Permalink.

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>