Glashütte: Ausgangspunkt des Glaserhandwerks

Arbeiten in einer Glashütte

Arbeiten in einer Glashütte © Bolliger Hanspeter by pixelio.de

Bevor Glasprodukte aller Art hergestellt werden können, müssen die erforderlichen Rohstoffe gefördert und ausreichend bearbeitet werden. Dies geschieht in einer Glashütte.

Geschichte der Glashütte

Glashütten existieren bereits seit dem 13.Jahrhundert vor Christus. Archäologen entdeckten in Ägypten die älteste bekannte Glashütte. In Europa entstanden erst im Mittelalter sogenannte Waldglashütten. So ist zum Beispiel der Böhmerwald bekannt für sein Waldglas. Da für die Glasherstellung Pottasche und jede Menge Brennholz benötigt wurde, mussten sich Glasproduzenten in stark bewaldeten Gebieten niederlassen. Noch heute findet man die traditionsreichsten Glashütten vor allem im Bereich der waldreichen Mittelgebirge.

Aufbau einer Glashütte

Im Allgemeinen besteht eine Glashütte aus Lagern für Rohstoffe, die für die Produktion von Glas benötigt werden (z.B. Quarzsand) . Außerdem findet man in einer Glashütte den sogenannten Gemengebunker, in dem diese Rohstoffe ganz individuell zusammengemischt werden können. In einer anliegenden Ofenanlage erfolgt das Schmelzen dieses Gemisches. Dabei wird zwischen Schmelzwannen für die maschinelle Produktion von Massenware und Hafenöfen, die bei der Herstellung von hochwertigen Glasgegenständen durch Handarbeit zum Einsatz kommen, unterschieden. Dabei muss beachtet werden, dass mund- bzw. handgearbeitetes Flachglas immer seltener hergestellt wird. Natürlich gibt es in Glashütten auch Verarbeitungsstätten und Kühlöfen, in denen die produzierten Stücke langsam und ohne Spannungsrisse abkühlen können. Grundsätzlich gibt es auch immer Deponieräume, in denen die Fertigwaren bis zur Auslieferung zwischenlagern. Werden Glashütten industriell betrieben – produzieren sie also zum Beispiel Flachglas oder Glasbehälter -, sind die Anlagen oft mit einer großen Abteilung für die Sortierung, Dekoration und Verpackung ausgestattet.

Jede Glashütte kennzeichnet ihre Produkte. Verbraucher erkennen den Herkunftsort ihres Glasproduktes anhand der Markierung am unteren Rand oder dem Boden des Gegenstandes.

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