Glaser in Hamburg sind Meister der Glaskunst

Hamburg gehört zu den Städten, die die Fantasie beflügeln. Hier lohnt sich immer ein Besuch, denn die Hansestadt lockt mit unglaublichem Charme, beeindruckender Architektur, der idyllischen Lage an Elbe und Alster, einem reichen Kulturangebot und interessanten Sehenswürdigkeiten. Im folgenden Artikel stehen die für das Glaserhandwerk in Hamburg relevanten Bauwerke im Mittelpunkt des Interesses.

Das Glaserhandwerk in Hamburg: Hanse trifft Moderne

Mit 1,8 Millionen Einwohnern ist Hamburg die zweitgrößte Stadt Deutschlands, wichtigster Industrie- und Handelsstandort der Region und im Besitz des drittgrößten Hafens Europas. Über 4 Millionen Besucher begrüßt Hamburg jährlich und gehört damit zu den wichtigsten Tourismuszielen Deutschlands.

Das Glaserhandwerk in Hamburg blickt auf eine beeindruckende Geschichte zurück. Die Stadt an der Elbe hatte nach 1945 mit den starken Zerstörungen durch Bombardierungen im Zweiten Weltkrieg zu kämpfen. Ganze Stadtteile versanken dabei in Schutt und Asche. Die städtebaulichen Maßnahmen der Nachkriegszeit und der folgenden Jahrzehnte setzten weniger beim Erhalt der alten Bausubstanz an. Traditionell wurde in Hamburg, wie im gesamten norddeutschen Raum Klinker oder Ziegelstein verwendet – in der modernen Architektur war und ist dafür wenig Platz. Aus diesem Grund findet man in Hamburg unzählige Bürogebäude mit Glasfassaden und einem hohen Stahlanteil. Ein Beispiel dieser Architektur ist die Hamburger Staatsoper, ein nicht ganz unumstrittener Kubusbau aus den Fünfziger Jahren, der sich durch eine riesige Flachglas-Fassade auszeichnet.

Ein wahres Meisterwerk der modernen Glaskunst entsteht derzeit auf einem ehemaligen Kaispeicher. In Form einer Meereswoge wird dort bald die zukünftige Elbphilharmonie ihren Sitz haben. Der Bau, der sich nach Abschluss aller Arbeiten über 26 Stockwerke erhebt, besteht zum größten Teil aus Glas und wird von Kritikern auch gerne als Eisberg bezeichnet. Insgesamt setzt sich die Fassade aus 1089 einzelnen Glaselementen zusammen. Viele von ihnen sind individuell bearbeitet worden. Außerdem ist jede Scheibe als Sonnenschutzverglasung konstruiert worden. Neben diesen modernen Bauwerken finden Anhänger der Glaskunst natürlich auch ältere Sehenswürdigkeiten. Erwähnenswert ist die Sankt-Petri-Kirche, die älteste Pfarrkirche der Stadt. Hermann Oetken und Claus Wallner gestalteten in den 60er Jahren die fünf Glasfenster des Chorraumes. Zu den wenigen erhaltenen mittelalterlichen Bauten in der Altstadt gehört die Sankt-Jakobi-Kirche. Von 1959 – 1963 verzierte Charles Crodel die Chorfenster mit wunderschöner Glasmalerei.