Glaser in Köln sind am Puls der Zeit

Die Domstadt Köln blickt auf eine 2000-jährige Geschichte zurück. Mit rund einer Million Einwohner ist sie die viertgrößte Stadt Deutschlands. Bekannt ist Köln für sein kulturelles und architektonisches Erbe sowie den weltbekannten Karneval, der – für das Glaserhandwerk in Köln interessant – in diesem Jahr unter dem Motto „Mehr Spaß ohne Glas“ stand.

Glaserhandwerk in Köln: eine lange Geschichte

Die Bedeutung Kölns wurde zum einen durch den Sitz weltlicher und kirchlicher Macht in der Stadt und zum anderen durch die Lage am Rhein begründet. Hinzu kam der Standort am Schnittpunkt bedeutender West – Ost – Handelsstraßen. So ist Köln heute als wichtiger Handelsstandort mit dem höchsten Eisenbahnverkehrsaufkommen und Deutschlands größtem Container- und Umschlagbahnhof der entscheidende Verkehrsknotenpunkt des Landes. Außerdem gehören die Rheinhäfen zu den wichtigsten Binnenhäfen Europas. Kulturell und medienpolitisch genießt die Karnevalshochburg als Sitz zahlreicher Verbände und Medienunternehmen und als Zentrum des weltweiten Kunsthandels ebenfalls einen exzellenten Ruf. Nicht vergessen darf man bei dieser Aufzählung die Universität zu Köln und die Fachhochschule Köln, die mit 16.500 Studenten die größte Fachhochschule Deutschlands ist.

Glaserhandwerk in Köln – Herausforderung einer kriegszerstörten Stadt

Kölns seit der Römerzeit gewachsene Rolle im europäischen Raum konnte auch der Zweite Weltkrieg nicht schmälern. 1945 lag die Rheinstadt völlig in Trümmern. Der Wiederaufbau folgte auch hier nicht unbedingt gestalterischen Maßstäben – die Schaffung günstigen Wohnraumes stand eher im Mittelpunkt. Graue und monotone Mietshausbebauung mit kargem Fensterbau ist seither charakteristisch für Kölns Innenstadt. Wegweisende Projekte dieser Zeit waren der Komplex aus Oper und Schauspielhaus. Signifikant für dieses Gebäudeensemble sind die einem Wintergarten ähnelnden lichten Pavillons.

Das Wahrzeichen der Stadt ist der Kölner Dom. Der gotische Sakralbau gehört zum UNESCO – Weltkulturerbe und ist seit Jahren die beliebteste Sehenswürdigkeit Deutschlands. Für Glaser in Köln ist das historische Glas der beeindruckenden Fenster äußerst interessant. Vor allem die filigranen Glasmalereien begeistern täglich Hunderte Besucher. Für Diskussionen sorgte das 2007 eingeweihte neue Südquerhausfenster des Bildhauers Gerhard Richter. Das aus 11.263 gleichgroßen pixelartigen Farbquadraten bestehende Kunstwerk ersetzte ein nach dem Zweiten Weltkrieg eingebautes schlichtes und farbloses Fenster.