Glaser in Krefeld bewegen sich zwischen Tradition und Moderne

Die nordrhein – westfälische Stadt Krefeld, nordwestlich von Düsseldorf gelegen, ist vielen auch als „Samt – und Seidenstadt“ bekannt. Im 18. und 19. Jahrhundert war sie eine Metropole im Bereich der Seidenstoffproduktion. Heute hat Krefeld über 230.000 Einwohner und gehört damit zu den mittleren Großstädten. Dank der langen Stadtgeschichte hat das Glaserhandwerk in der Stadt am Niederrhein eine lange Tradition.

Glaser in Krefeld – ein Handwerk mit Tradition

Wie viele der rheinischen Städte musste Krefeld nach Kriegsende mit starken Zerstörungen kämpfen. Britische Luftangriffe vernichteten große Teile der Stadt und Brandbomben verursachten Feuerstürme, denen ein Großteil der Innenstadt zum Opfer fiel. Der historisch gewachsene Bestand wurde bei dem mitunter sehr raschen Wiederaufbau in der Nachkriegszeit nicht ausreichend beachtet. Auch die Glaser, die mit Glasarbeiten an den Sanierungsarbeiten beteiligt waren (zum Beispiel bei der Beseitigung von Glasbruch), mussten sich diesen Umständen anpassen. Trotz der schnellen Instandsetzung konnten in der Süd- und Weststadt jedoch ganze Straßenzüge mit ihren prächtigen Fassaden und Fensterfronten aus der Jahrhundertwende wiederhergestellt werden.

Die 60er und 70er Jahre wurden auch in Krefeld von starken Umbau – und Abrissarbeiten geprägt, die das Stadtbild erneut deutlich prägten. Besonders der Abriss des Wasserturms und des Hotels „Krefelder Hof“ veränderten aus architektonischer und städtebaulicher Sicht das Erscheinungsbild von Krefeld. Das Stadtbild wird heute, wie in vielen anderen kriegszerstörten Städten, vor allem von modernen Bauten mit großen Glasflächen geprägt. Wahrzeichen der Stadt ist jedoch immer noch das im Stile des Klassizismus errichtete Stadtpalais.
Das Glaserhandwerk in Krefeld konnte sich in diesem Spannungsfeld aus Klassik und Moderne gut entwickeln. Deshalb findet man in Krefeld zahlreiche Geschäfte, die Produkte der Glasmalerei, Glasgravur und Glasschliff anbieten.