Quarzsand: Der Hauptbestandteil von Glas

Der Grundrohstoff für die Herstellung von Echtglas ist Quarzsand. Quarzsand besteht zum größten Teil aus Quarzkörnern und spielt in der Glasindustrie eine große Rolle. Ohne diesen wäre die Glasherstellung nicht möglich.

In der Industrie stellt Quarz eines der wichtigsten Rohstoffe für die Glas-, Keramik- und Zementherstellung dar. In der Glasindustrie werden Quarzsande zur Herstellung von Flach- und Hohlglas sowie in der Gießereiindustrie als Formmedium eingesetzt. Mit Sand, welcher feldspatreich und eisenarm ist, wird weißes Glas hergestellt. Auch in der Herstellung von Glasfasern, Keramik, Schleif- und Putzmitteln findet Quarzsand Verwendung. Weiterhin wird hiermit Silicium gewonnen.

Quarzsand zur Glasherstellung hat einen Quarzgehalt von über 99 %

Quarzsand ist spröde, schneeweiß, muschelig, hat einen Quarzgehalt von mindestens 85 % und eine Schmelztemperatur von 1.723° C. Es ist nicht magnetisch und lädt sich nicht radioaktiv auf. Quarz ist beständig gegen Säuren und Laugen. Die einzige schädliche Chemikalie ist Flusssäure, welche in der Lage ist, Quarz vollständig aufzulösen..

Für die Herstellung von Glas ist ein Quarzgehalt von mehr als 99 % erforderlich, welcher je nach Verwendungszweck chemisch aufbereitet wird. Da das Quarz eine sehr hohe Schmelztemperatur besitzt, können dem Sand weitere Chemikalien beigemischt werden, was eine niedrigere Glasschmelze bei 800° C bis 1.600° C zur Folge hat. Beim Abkühlen erstarrt die Schmelze, was den Glaszustand ergibt. Zur Gewinnung von festem Glas muss dem Quarzsand Bleidioxid und Kalziumoxid hinzugefügt werden.

Quarzsandvorkommen gibt es weltweit

Die Quarzsandreserven sind weltweit unbegrenzt. In weiten Teilen Europas und der USA gibt es sehr große Quarzsandvorkommen. Die Länder mit den größten Vorkommen sind die USA, Slowenien, Deutschland und Österreich. Im Jahr 2003 wurden weltweit 110 Mio. Tonnen Quarzsand gewonnen.

Die massiven Staubbildungen beim Abbau von Quarz können bei den Arbeitern zu einer Silikose, einer Lungenerkrankung aufgrund der Einatmung und Ablagerung von mineralischem Staub, führen. Die Silikose ist eine anerkannte Berufskrankheit.

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