Tiffany-Glaskunst kommt nicht aus der Mode

Tiffany

Eine Lampe im Tiffany - Stil © bobby metzger - pixelio.de

Unter der Tiffany-Glaskunst versteht man eine Möglichkeit, farbiges Glas zu bunten Kunstwerken und Dekorationsgegenständen zu verarbeiten, die häufig dem Jugendstil zugeordnet wird. Die Tiffany-Technik wurde aber ursprünglich vom amerikanischen Künstler Louis Comfort Tiffany entwickelt, dessen Vater das legendäre Schmuckgeschäft Tiffany und Co. gründete.

Tiffany-Glaskunst: Beliebt seit mehr als hundert Jahren

Der Tiffany-Stil ist dem der Bleiverglasung sehr ähnlich. Bei beiden Techniken werden kleine, bunte Glasteile über Metallstäbchen oder -folien und Lötzinn miteinander verlötet. Bei der Bleiverglasung, die vielen vor allem aufgrund der bunten Fenster in Kirchen ein Begriff ist, lassen sich jedoch nur flache Glasscheiben herstellen. Louis Comfort Tiffany revolutionierte diese Methode, indem der anstelle der sogenannten Bleiruten Kupferfolien für die Verbindung der einzelnen Teile aus Glas verwendete und erlangte mit seinen Tiffany-Lampen Weltruhm. Das Glas erhält durch die beim Lötvorgang eingesetzten Chemikalien eine besondere, pastellartige Färbung. Die Tiffany-Leuchten erhellen jeden Raum mit einem besonders warmen Licht und sind daher auch über hundert Jahre nach ihrer Erfindung noch überaus beliebt. Neben dem modernen Glasfusing stellt die Tiffany-Technik wohl die beliebteste Stilrichtung der Glaskunst dar.

Tiffany-Glaskunst selbst gemacht

Es muss aber nicht immer ein teures Original aus dem Hause Tiffany sein. Viele Menschen, die sich Glas-Design zum Hobby gemacht haben, fertigen ihre eigenen Kunstwerke an. Das Spektrum reicht dabei weit über Lampenschirme hinaus: Neben Tiffany-Fensterbildern sind vor allem Windlichter sehr beliebt. Oft werden dafür Tiffany-Vorlagen, die kostenlos im Internet erhältlich sind, verwendet. Viele Glaskünstler fertigen aber auch einfach ihre eigenen Vorlagen an. Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Im Vergleich zu anderen Glastechniken, insbesondere zum Glasfusing, braucht man für die Tiffany-Technik relativ wenig Werkzeug. Am wichtigsten sind ein guter Glasschneider, ein Lötgerät und natürlich die entsprechende Arbeitskleidung.

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