Trinkgläser 2: Das Weinglas

Weinglas

Ein typisches Weinglas für Weißwein © Günter Havlena - pixelio.de

Neben Gläsern für Schnaps, Sekt oder Wasser gibt es auch spezielle Gläser für Weine. Wein wird schon seit mehr als 4.000 Jahren aus eigenen Gläsern getrunken. Im 20. Jahrhundert hat sich die Weinkultur allerdings extrem ausdifferenziert. Deshalb gibt es heute für Rotwein und Weißwein jeweils ein eigenes Weinglas.
Der Aufbau der beiden ist allerdings ähnlich: Ein Weinglas besteht immer aus einem Kelch, der sogenannten Kuppa, einem Stiel und einem Fuß. Häufig werden die Kuppa und der Fuß auch durch einen Schaft miteinander verbunden.

Das Weinglas: Geschichte und Bedeutung

Obwohl es Weingläser schon im Alten Ägypten gab, haben sie erst im 18. Jahrhundert zunehmend an Bedeutung gewonnen. Seit dieser Zeit nimmt die Tischkultur einen wichtigen Teil unseres Alltags ein. Neben dem richtigen Besteck und Geschirr wird seit dieser Zeit auch auf das ansprechende Aussehen von Trinkgläsern Wert gelegt. Ein Weinglas wurde deshalb über lange Zeit aus Kristallglas oder Bleikristallglas hergestellt.

Um die Farbe und die Reinheit des Weines besser beurteilen zu können, sind heute jedoch farblose, glatte Weingläser gang und gäbe. Auch Gravuren und verschiedene Glasdesigns findet man an modernen Weingläsern deshalb kaum noch.
Außerdem sollte ein Weinglas nie ganz befüllt werden, sondern maximal bis zu Hälfte.

Das richtige Weinglas für Rot- und Weißwein

Die Form der Kuppa beeinflusst den Geschmack des Weines. Je nach Form des Glases werden unterschiedliche Geschmacksnerven getroffen. Außerdem hängt es von der Form des Weinglases ab, ob die Säure, der Fruchtschmelz oder die Süße des Weines bei der Verkostung dominiert.
Ein Weinglas für Rotwein sollte daher aus einer sehr runden und voluminösen Kuppa bestehen. Auch die Öffnung ist sehr groß. Weißweingläser hingegen sind vergleichsweise schmal und weniger bäuchig. Sie sind in der Regel apfelförmig und laufen nach oben hin leicht zusammen.
Diese Erkenntnisse gehen auf den österreichischen Glaser Claus Josef Riedel zurück. Während er damit im frühen 20. Jahrhundert noch auf Unglauben stieß, haben sich diese Prinzipien heute weitgehend durchgesetzt.

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